Ein körperlich aktiver Lebensstil hält fit und gesund - klar. Doch wussten Sie, dass auch Ihre geistige Leistung und psychische Ausgeglichenheit von Bewegung profitieren? Dafür verantwortlich sind spezielle Traningseffekte im Gehirn, die Forscher heute besser denn je verstehen. Welche das sind und wie sie je nach Alter wirken, erfahren Sie in der neuen Ausgabe von G&G (Mai 2009).
Weitere Themen im Heft: IQ-Streit - Lassen sich die Geschlechter per Intelligenzstests vergleichen? Commitment - Wie man Arbeitnehmern Lust auf ihren Job macht Lügen - Auf welche Signale Sie achten sollten, um Geflunker zu erkennen
IQ-Tests wurden und werden immer wieder dazu benutzt, zwischen verschiedenen Ethnien oder den Geschlechtern zu differenzieren. Das diskriminiere Menschen und sollte daher unterbleiben, fordert Mediziner Matthias Wenderlein. Der Persönlichkeitspsychologe Jens Asendorpf hält dagegen: Die Forschung sei legitim, solange man die Ergebnisse vernünftig interpretiere
"Commitment" ist gut fürs Geschäft: Mitarbeiter, die sich ihrem Arbeitgeber emotional verbunden fühlen, leisten mehr und fehlen seltener. Doch wie lässt sich dieses psychologische Band festigen? Und ist eine starke Bindung wirklich immer von Vorteil?
Verräterisches Zögern, Zwinkern oder Erröten - auf welche Signale es zu achten gilt, um Geflunker zu entlarven, weiß der Psychologe Marc-André Reinhard. Er empfiehlt: Wer Lügnern das Handwerk legen will, sollte ihnen am besten - gut zuhören!
Der Psychologe Jochen Paulus kritisiert das Votum des Wissenschaftlichen Beirats Psychotherapie, der Ende 2008 die Systemische Therapie als wirksame Behandlung anerkannte.
Zahlreiche Studien belegen die wohltuende Wirkung körperlicher Aktivität. Sie stärkt nicht nur Herz und Muskeln, sondern auch Gehirn und Psyche. Über diese grundlegenden neuronalen Mechanismen wissen Forscher immer besser Bescheid: Demnach wirkt Bewegung als "Dünger" für die grauen Zellen
Der Psychologe Pascal Wallisch von der New York University ist fasziniert vom menschlichen Talent, Bewegungen wahrzunehmen. Es offenbart für ihn das kleine Einmaleins des Geistes - denn statt bloß Reize zu verarbeiten, bildet unser Gehirn dabei viele Hypothesen über die Welt "da draußen"
Etwa eine Million Menschen in Deutschland leiden unter einer Zwangsstörung. Im Gehirn von Betroffenen ist ein wichtiger Regelkreis gestört. Wie er im Zuge einer Psychotherapie wieder ins Lot kommen kann, erläutern die Psychologin Anne Katrin Külz und der Psychiater
Ulrich Voderholzer
Trotz großer Fortschritte bei der Behandlung von Zwängen bessern sich nur bei rund jedem zweiten Patienten die Symptome nachhaltig. Therapieforscher am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf haben jetzt aber eine neue Methode entwickelt, die die fatalen Gedankenketten zu durchbrechen hilft. Das Prinzip dahinter heißt: Assoziationsspaltung
Die Mikrogliazellen im Gehirn hatten lange einen schlechten Ruf: Sie seien schuld am Neuronensterben etwa bei der Alzheimerdemenz. Die Gliaforscher Uwe-Karsten Hanisch und Helmut Kettenmann treten nun zur Ehrenrettung an
Um Lesen oder Rechnen zu lernen, bedarf es einer funktionierenden Sinnesverarbeitung. Im Freiburger "Blicklabor" lernen Kinder mit Leistungsschwächen, wie man die Wahrnehmung trainiert