Nicht jeder Kollaps eines entsprechend massereichen Sterns muss in einem Schwarzen Loch enden, auch eine so genannte nackte Singularität kann in dieser Extremsituation entstehen. In ihr gelten, so berichtet nun der Kosmologe Pankaj S. Joshi in der Titelgeschichte der Dezemberausgabe, zwar ebenfalls neue physikalische Gesetze, doch bleibt sie für externe Beobachter sichtbar und könnte den Weg zu einer Vereinheitlichten Physik ebnen.
Auf zehn Seiten stellen wir im aktuellen "Spektrum der Wissenschaft" auch ausführlich die diesjährigen Nobelpreise vor – von der "Digitalisierung des Lichts" über "Detailansichten der zellulären Eiweißfabrik" bis hin zu "Organisationsformen jenseits des Marktes".
Außerdem im Heft: "Neue Strategien gegen Tuberkulose": wie Forscher mit Totalresistenzen umgehen; "Eisen als Schlüssel der Hochtemperatur-Supraleitung": wie Pniktide den Traum von Supraleitung bei Umgebungstemperatur wahr machen könnten; und "Afrika als Wiege der Kultur?": Zeugnisse modernen Denkens gab es dort schon vor Zehntausenden Jahren, doch diese Kulturen verschwanden wieder.
Sie sind die Augen und die Nerven unserer digitalen Informationsgesellschaft: CCD-Bildsensoren
und Licht leitende Glasfasern. Für ihre Erfindung wurden Charles K. Kao, Willard
S. Boyle und George E. Smith nach vier Jahrzehnten nun mit dem Physik-Nobelpreis geehrt.
Ada Yonath, Thomas A. Steitz und Venkatraman Ramakrishnan erhielten den
Chemie-Nobelpreis für die Strukturaufklärung des Ribosoms: einer extrem
komplizierten molekularen Maschine, welche in der Zelle die lebenswichtigen
Proteine herstellt.
Der Medizin-Nobelpreis ging an Elizabeth H. Blackburn, Carol W. Greider und Jack W. Szostak
für ihre Erkenntnisse über die Endstücke der Chromosomen. Die drei Forscher haben
große Fragen der Genetik beantwortet, Alterungsprozesse erhellt und womöglich den Weg zu
neuen Krebstherapien gebahnt.
Für Untersuchungen zu der Frage, welche Mechanismen verschiedenartige Institutionen
und Organisationsformen entstehen lassen, wurde Elinor Ostrom und Oliver E. Williamson
der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften verliehen.
Ein Schwarzes Loch – singulärer Endpunkt eines massereichen Sterns –
wird nach gängiger Meinung umhüllt vom Ereignishorizont, der die
Grenze herkömmlicher Physik markiert. Aber muss das so sein?
Die Entdeckung im letzten Jahr, dass Eisenpniktide bei über 50 Kelvin supraleitend
sein können, versetzte die Fachwelt in neue Aufregung. Nach 20 Jahren Rätselraten
um den Mechanismus der Hochtemperatursupraleitung könnte hier der Heilige Gral
der Disziplin liegen.
Die Pandemie greift weiter um sich, neuerdings mit Bakterienstämmen,
die gegen alle verfügbaren Medikamente resistent sind. Um
diese Entwicklung aufzuhalten, entwickeln Biologen jetzt völlig neue
Behandlungsstrategien.
Wie bewegen wir uns beim Tanz durch den Raum?
Wie steuern wir die Schritte? Neuere bildgebende
Analysen enthüllen die komplexen Vorgänge, die
während des Tanzens im Gehirn ablaufen.
Mehrere zehntausend Jahre früher als Europa erlebte der Süden
Afrikas zweimal einen kulturellen Schub, der von modernem
Verstand zeugte. Doch beide Kulturen gingen bald wieder unter.
Die Rollenverteilung ist uralt: Manche Menschen schwingen sich zum
Anführer auf - ihre Gefolgschaft ordnet sich unter. Erst aus evolutionstheoretischer
Perspektive lässt sich das ambivalente Verhältnis
zwischen "Leader" und "Follower" richtig verstehen.
Wind, Wasser und Sonne könnten schon in 20 Jahren den gesamten
Energiebedarf der Erde decken und fossile Brennstoffe komplett überflüssig
machen. Hier erfahren Sie, wie das ginge.
Es war nicht die Verwendung mathematischer Modelle an sich, die zahlreiche Banken
in den Abgrund stürzte. Problematisch ist vielmehr, dass viele Beteiligte mit
veralteten Modellen und ohne den nötigen Sachverstand arbeiten. Mathematische
Modelle bleiben unentbehrlich
für Finanzgeschäfte.
Der Festkörperphysiker Dr. Rudolf Caspary ist für den Geschäftsbereich Softwareprodukte der Realtech AG verantwortlich. Im Fokus
des Unternehmens steht der sichere und optimierte Betrieb
von Computer- und Kommunikationsstrukturen, angefangen
beim Netzwerk bis hin zu großen SAP-Systemlandschaften.
Europa plant das E-ELT, ein Teleskop mit unglaublichen 42 Metern Durchmesser - Weltrekord!
Welche Technologien
werden in dem neuen Riesenteleskop eingesetzt, und welche
aufregenden Entdeckungen können wir von solch einem Teleskop erwarten?