Normalerweise bewegen sich die Atome von Gasen, abgesehen von Kollisionen, völlig unabhängig voneinander. Doch in Bose-Einstein-Kondensaten vereinigen sie sich zu makroskopischen "Bläschen", die sich wie ein einheitliches, zusammenhängendes Gebilde verhalten. Das ermöglicht es, Quantenobjekte, die sonst zu klein für eine direkte Beobachtung sind, im Größenmaßstab unserer Alltagswelt zu untersuchen.
Zudem zeigt die Materie in diesem Aggregatzustand besonders ausgeprägte Welleneigenschaften: Eine große Anzahl von mehreren Millionen Atomen lässt sich durch eine einzige quantenmechanische Wellenfunktion beschreiben. Nun ist eine Welle – abgesehen von ihrer Wellenlänge und Amplitude, also dem Abstand und der Höhe der Berge und Täler – durch ihre Phase definiert; darunter versteht man die relative Position eines Wellenzugs zu einem festen Referenzpunkt. Kennt man die Phase der Wellenfunktion an einem Ort, ist auch die Phasenlage an einem anderen Ort exakt bestimmt.
Weitreichende Beziehung
Das Besondere an einem Bose-Einstein-Kondensat ist nun, dass diese feste Phasenbeziehung im Prinzip über beliebig weite Abstände im Kondensat gilt


Theodor W. Hänsch ist Direktor am Max-Planck-Institut für Quantenoptik und Professor an der Ludwig-Maximilians- Universität in München. Er wurde 2005 mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet. Tilman Esslinger arbeitet am Institut für Quantenoptik an der ETH Zürich. Immanuel Bloch ist Professor für Physik an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz.
abrufen




RELATIV EINFACH |
Go for Launch |
Natur des Glaubens |
Medicine & More |
Sprachlog | 




