Volltreffer im Bowling
Wenn man mit der Löcherkugel alle Zehne auf einmal umwerfen will, kommt es entscheidend darauf an, wie die Bahn geölt ist.
Patrick David
Traum jedes Spielers ist der "Strike", ein Wurf, der alle zehn Pins (so heißen im Bowling die Kegel) zum Fallen bringt. Es gibt unzählige Möglichkeiten, dieses Ziel zu erreichen, darunter einige sehr ausgefallene, die allerdings in hohem Maße Glückssache sind. Der Spieler, den es nach hohen Punktzahlen gelüstet, wird weniger diese wilden Würfe anstreben, sondern seine Technik so zu perfektionieren versuchen, dass das Ergebnis möglichst gut steuerbar ist: Besser immer wieder auf dieselbe langweilige Weise alle Pins umwerfen, als sie jedes Mal aufs Neue fantasievoll stehen lassen. Und selbst das ist kaum erreichbar: Professionelle Spieler streben nur danach, jedes Mal einen "Spare", das heißt Abräumen in zwei Würfen, zu erzielen. Für sie ist ein Strike ein – häufiger – Glücksfall, für den Amateur ein Geschenk des Himmels.
Ein Strike ist ein Kompromiss zwischen schwer zu vereinenden Zielen. Die zehn Pins haben einen maximalen Durchmesser von 12,1 Zentimetern. Neun von ihnen stehen auf den Seiten eines gleichseitigen Dreiecks, der zehnte genau in der Mitte. Der Abstand von einem zum nächsten beträgt stets 30,48 Zentimeter. Wenn der Spieler den Ball – so pflegt man die gelöcherte Kugel zu nennen –, der 21,6 Zentimeter Durchmesser hat, perfekt zentral wirft, sprich auf der Verbindungslinie der Pins 1 und 5, dann wird er die randständigen Kegel 4, 6, 7 und 10 unter keinen Umständen treffen (Bild unten). Sollte der Ball besser unter einem Winkel von 30 Grad auf den ersten Pin treffen, damit er genau eine Seite des Dreiecks entlang läuft? Keineswegs! Diese Bahn wäre optimal,


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