Im 20. Jahrhundert erfuhr unser kosmisches Weltbild eine zweite Kopernikanische Revolution: Unsere Milchstraße ist nur eine von unzähligen Galaxien in einem unvorstellbar großen Universum, das sich immer weiter ausdehnt. Doch ob alles in einer Art uranfänglicher Sturzgeburt begann oder ob das Weltall im Großen und Ganzen stets gleich aussieht, war Gegenstand heftiger Kontroversen. Einer der schärfsten Kritiker des Urknall-Modells, Fred Hoyle, verhalf dieser Vorstellung zu ungewollter Popularität, als er verächtlich von einem 'Big Bang' sprach. Heute jedoch ist das Urknall-Modell - trotz immer noch vorhandener Unzulänglichkeiten - die beste Beschreibung für die Entstehung und Entwicklung des Universums. Moderne Observatorien wie das Weltraumteleskop Hubble haben zu diesen Erkenntnissen beigetragen.
Das Dossier Struktur des Kosmos - Weltbilder von Hoyle bis HUBBLE lässt Sie teilhaben an den faszinierenden Fortschritten unseres kosmischen Verständnisses.
Weitere Informationen finden Sie im Editorial des Heftes.
Aus dem Inhalt • Grundlagen der Kosmologie
• Klarer Blick zum kosmischen Hintergrund Wie Forscher in der Arktis das All vermessen
• »In diesen sechs Zahlen steckt eine neue Physik« Ein Gespräch mit dem Kosmologen David Spergel • Helle Sterne im dunklen Universum Kosmologie mit Supernovae vom Typ Ia • Galaxien und Dunkle Materie: Neue Sichtweisen • Auf der Suche nach der Dunklen Materie • Elementarteilchenphysik und Kosmologie • Von der Rekombination zur Bildung Schwarzer Löcher Wie sind nach dem Urknall die Galaxien und Quasare entstanden? • Porträt Fred Hoyle Astrophysiker, Kosmologe, Querdenker - Der Streit ums »richtige« kosmologische Weltbild - Kosmologie nach 1965
(28. Juli 2006)