Titelthema: Nomadendynastie der Liao – Herrscher aus der Steppe; Schwerpunkt: Die ersten Tempel; Beute Mensch – Sklaven in der Antike; Berufsbild Archäologe – Brotlose Kunst; Moorleichen – Das »Mädchen von Windeby« war ein Junge; Baiae – Wellness und Laster im antiken Kurbad; Bilder einer Ausstellung – Sex? Erotik? Fruchtbarkeit? Und vieles andere mehr …
Schon vor 40.000 Jahren strebten Seefahrer nach neuen Ufern – und zwar ohne Sextant und Kompass. Die Kunst zu navigieren ist erst sechstausend Jahre alt.
Zwischen der Lebensweise der Menschen und ihren religiösen Vorstellungen besteht ein direkter Zusammenhang. Mit Mythen, Symbolen
und Kultplätzen erklärten und würdigten unsere Vorfahren die Phänomene
ihrer Umwelt.
Mit Glück, diplomatischem Geschick und vermutlich auch einigen unfeinen
Methoden arbeitete sich im Alten Ägypten eine Familie aus der Provinz nach
ganz oben.
»Die hässlichste Sitte der Babylonier dagegen ist folgende: Jede Babylonierin muss sich einmal in ihrem Leben in den Tempel der Aphrodite begeben, dort niedersitzen und sich einem Manne aus der Fremde preisgeben.«
(Historien, Erstes Buch, »Klio«, Kapitel 199)
Das Hulatal im Norden Israels ist fruchtbar, ein Vogelparadies, reich
an archäologischen Schätzen und immer wieder dem Beschuss durch die
Hisbollah ausgeliefert.
Neue Untersuchungen an alten Moorleichen zeigen: Spektakuläre Geschichten, wie die von einer hingerichteten Ehebrecherin aus dem Moor bei Windeby, erweisen sich als Spekulationen an die auch die Fachwelt jahrzehntelang glaubte.
Auf Grund einer verquasten Mischung aus Mystik und Rassenwahn sah Heinrich Himmler die Erforschung der Vorgeschichte als »rassenpolitische Aufgabe« der SS. Im Kielwasser der Nazis trieb auch manch ehrgeiziger Wissenschaftler nach oben.
Das Europäische Industriemuseum für Porzellan im fränkischen Selb zeigt Objekte aus dem Alten Amerika, die so pikant sind, dass sie in den Museen nicht selten im »Giftschrank« landeten.