Sterne und Weltraum Special 1/2007
Unsere Sonne - Motor des Weltraumwetters

Eine der offenkundigsten Eigenschaften der Sonne ist, dass sie uns mit Licht und Wärme versorgt. Doch die Wirkungen der Sonne auf unseren Planeten sind weit subtiler. Kurz nach der Erfindung der Fernrohre wurden bereits die Sonnenflecken entdeckt und über deren Einfluss auf das Wetter spekuliert. Großen Auftrieb erhielt die Erforschung der solarterrestrischen Beziehungen in den 1950er Jahren im internationalen Geophysikalischen Jahr. Das 2007 begonnene internationale Heliophysikalische Jahr bildet den Rahmen für erneute weltweite Anstrengungen der Wissenschaftler, die Prozesse genauer zu erforschen. Raumsonden liefern dazu wertvolle Daten. An der Auswertung und Interpretation sind viele Forscher auch aus Deutschland beteiligt. Einige dieser Wissenschaftler stellen in dem vorliegenden Sonderheft das heutige Wissen vor.

Weitere Informationen finden Sie im Editorial des Heftes.

Aus dem Inhalt
• Von Vorstellungen zu Wissenschaft S. 6

DER STERN VOR UNSERER HAUSTÜR
Alles Licht, das wir von der Sonne empfangen, stammt aus einer nur wenige Kilometer dicken äußeren Schicht. Und doch können wir die Vorgänge im Inneren dieses Sterns entschlüsseln. In den letzten Jahren haben Forscher zudem herausgefunden, auf welche Weise die Sonne ihre Umgebung beeinflusst – und damit auch den Raum zwischen den Planeten.
• Die Sonne – ein kurzer Steckbrief S. 14
• Anatomie unserer Sonne S. 16
• Sonneneruptionen S. 26
• FlareLab – Die Sonne im Labor S. 32
• Der Sonnenwind S. 36
• Interplanetare Störungen S. 38
• Stoßwellen S. 39
• Magnetische Wellen S. 40

FERNWIRKUNG
Das Magnetfeld der Sonne reicht weit in den interplanetaren Raum hinaus – und wirkt dort auf die Magnetfelder der Erde und sogar der äußeren Planeten. Die Wechselwirkung dieser Felder ist für Polarlichter und andere seltsame Erscheinungen verantwortlich.
• Dynamo und magnetische Aktivität S. 42
• Das interplanetare Magnetfeld S. 44
• Die Magnetosphären der äußeren Planeten S. 46
• Das Magnetfeld der Erde S. 48

DIE BLASE, IN DER WIR LEBEN
Die Frage, wo das Sonnensystem endet, gewinnt eine neu Bedeutung: Nicht die Bahnen der Planeten sind bestimmend, sondern eine blasenartige Zone, die Heliosphäre, innerhalb derer die Einflüsse der Sonne über diejenigen des interstellaren Raumes dominieren.
• Die Heliosphäre – ein Labor für die Astrophysik S. 54
• Raumsonden S. 60
• Ulysses erkundet die dritte Dimension unseres Sonnensystems S. 60
• Voyager 1 und 2 erforschen die Grenze der Heliosphäre

TEILCHENSCHAUER
Unser Tagesgestirn versorgt uns nicht nur mit Licht und Wärme, sondern erfüllt den interplanetaren Raum auch mit Schauern aus energiereichen Elektronen, Protonen und Neutronen. Die irdische Lufthülle schützt uns vor diesem Bombardement, aber Satelliten und Raumfahrer sind einem hohen Risiko ausgesetzt.
• Hochenergetische Teilchen in der Heliosphäre S. 62
• Von der Höhenstrahlung zur Heliopyhsik S. 62
• Azur: Deutschlands Eintritt in den Weltraum S. 64
• Die Sonne als Teilchenbeschleuniger S. 66
• Wie es schnelle Teilchen regnet S. 67
• Energiereiche Teilchen in der Atmosphäre S. 69

WELTRAUMWETTER
Die Sonne bestimmt das Wetter auf der Erde, vor allem aber die Vorgänge um unseren Heimatplaneten herum. Erst seit dem Einsatz von Raumsondern kommen die Wissenschaftler den vielfältigen Phänomenen und ihren Ursachen auf die Spur.
• Das Weltraumwetter S. 72
• Kosmische Wetterzyklen S. 82
• Sie Sonne räumt den Müll weg S. 86

• Die Sonne im Amateurteleskop S. 92
• Polarlichter beobachten S. 96

(14. Dezember 2007)
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