Zauberer manipulieren seit je Wahrnehmung und Aufmerksamkeit des Publikums. Dabei haben sie intuitiv manche Erkenntnisse der Neurowissenschaft vorweggenommen, wie zwei Forscher in der Titelgeschichte "Gehirn und Magie" berichten. Beide Welten vereint hingegen Thomas Fraps, Zauberkünstler und Physiker: Er berichtet über "Neurotricks und Zauberwissenschaft" und zaubert für Sie auf
www.spektrum.de/zauberei.
Lesen Sie außerdem, wie ein internationales Pandemie-Netzwerk Alarm schlagen soll, wenn ein neues Virus von Tieren auf Menschen überspringt; was uns Geysire auf Saturns Eismond Enceladus verraten; und mit welchen Technologien wir dem drohenden weltweiten Wassernotstand begegnen können.
"Was ist Mathematik?", fragt schließlich der Gießener Wissenschaftstheoretiker Bernulf Kanitscheider. Denn bis heute ist keine Einigkeit darüber erzielt worden, "wovon diese abstrakte formale Disziplin letztlich handelt und warum sie so erfolgreich in der empirischen Welt angewendet werden konnte".
Editorial
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Bernhard Kempen, Präsident des Deutschen Hochschulverbands, prangert in Spektrum der Wissenschaft 6/2009 die Schwächen der Bologna-Reform an
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Der sechstgrößte Trabant des Ringplaneten steckt voller Überraschungen.
Gewaltige Geysire versprühen eisiges Wasser ins All –
vielleicht aus einem See im Inneren, der außerirdisches Leben birgt.
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Forscher experimentieren bereits mit Geräten, in denen einzelne
Atome Daten speichern und manipulieren. Am Ende dieser
Entwicklung
könnten ungeahnt leistungsfähige Computer stehen.
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Beim Blick unter Ljubljanas Brücken zeigt sich ein faszinierendes
Wechselspiel diffuser und spiegelnder Reflexion.
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Zauberkünstler manipulieren seit Jahrhunderten Wahrnehmung und Aufmerksamkeit der Zuschauer. Dabei haben sie intuitiv manche Erkenntnisse der modernen Neurowissenschaft vorweggenommen. Die kann auch heute noch von ihnen lernen.
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Das aktuelle "Schweinegrippevirus" macht die Bedrohung durch neue Erreger wieder bewusst. Ein internationales Netzwerk, das frühzeitig Alarm schlägt,
wenn irgendein Virus von Tieren auf Menschen überspringt, dürfte dazu beitragen,
die Entstehung weltweiter Epidemien zu verhindern.
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Archäologen entdecken an der türkischen Küste immer
mehr Großsiedlungen der Bronzezeit, die wie das
berühmte Troja
durch Handwerk und Handel gediehen.
Mathematische Unterhaltungen
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Wenn man es geschickt anstellt, gewinnen Zusammensetzungen aus biederen gleichseitigen Dreiecken
eine ungeahnte Beweglichkeit.
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Jeder Mathematiker glaubt in der Praxis, dass die Gegenstände seiner
Arbeit eine eigenständige, von ihm unabhängige Existenz genießen.
Diese Überzeugung
hält zwar der kritischen Nachprüfung nicht stand;
aber eine gemilderte Version ist vertretbar.
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Süßwasser wird immer knapper, denn der weltweite Bedarf wächst rapide.
Die Technologien, mit denen man den Notstand abwenden kann, stehen
zur Verfügung. Nur müssten die Verantwortlichen sie jetzt einsetzen.
Wissenschaft und Karriere
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Peppige Wissenschaftssendungen boomen auf allen Fernsehsendern,
Science Center bieten Experimente zum Mitmachen.
Trotz dieses breiten Angebots erscheinen die Naturwissenschaften gerade Jugendlichen oft als fremde Welt, fürchtet der Nanophysiker Wolfgang Heckl, seit 2004 Generaldirektor des
Deutschen Museums in München.
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Ob Getränkepackung oder Druckerpresse, das "Internet der Dinge" soll
künftig alle Produkte verbinden. Vorausgesetzt, RFIDs verleihen ihnen die
Fähigkeit, per Funk zu kommunizieren.
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Wenn sich die Größen des internationalen Tennis duellieren, überwacht "Hawk-Eye"
jeden ihrer Schläge.
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Wolfgang Blum über "Die Mondscheinsucher - Mathematiker entschlüsseln das Geheimnis
der Symmetrie" von Marcus du Sautoyvon
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Hildegard Kaulen über "Neue Zellen braucht der Mensch - Die Stammzellforschung
und die Revolution der Medizin" von Gerd Kempermann
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Maike Pollmann über "Der Mond - Neues über den Erdtrabanten" von Brigitte Röthlein
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Ulrich Frey über "Gott oder Darwin - Vernünftiges Reden
über Schöpfung und Evolution" von Joachim Klose und Jochen Oehler (Hg.)
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Felix Thommen über "Warum die Bäume
nicht in den Himmel wachsen -
Eine Einführung in das Leben unserer Gehölze" von Dietrich Böhlmann
Vom Gesundheitswesen über die Forensik und Ökologie bis hin zur Informatik
reicht das Spektrum bedeutender Anwendungen, die sich aus modernen
evolutionsbasierten Verfahren ergeben.