Es bildet den festen Rahmen für unser gesamtes Denken und Fühlen - stabil und wandelbar zugleich: das Selbst. Darüber, wie es im Gehirn repräsentiert ist, geben zahlreiche Studien von Neuroforschern Aufschluss. Auch Charakterzüge wie Impulsivität oder Intelligenz lassen sich bereits in Ansätzen auf individuelle Eigenarten des Denkorgans zurückführen. Erfahren Sie mehr - in unserer aktuellen Ausgabe.
Weitere Beiträge im Heft: Psyche und Krebs - Wie hängen sie zusammen? Weibliches Gehirn - Höchst flexibel dank Hormonen Kaufsucht - Wann Shoppen zur Krankheit wird
Obwohl Betroffene lieber schweigen und Ärzte sie oft nicht beachten, ist Kaufsucht ein ernsthaftes Problem. Die Psychologin Astrid Müller erklärt, wann die Shoppinglust entgleitet und welche Behandlung hilft
Forscher, Politiker und Medien sollten nicht länger so tun, als sei in erster Linie jeder selbst für sein Körpergewicht verantwortlich, kritisiert der Mediziner Johannes Hebebrand von der Universität Duisburg-Essen
Wie entsteht unser Selbstbild? Und - warum überhaupt? Immer tiefer dringen Neuropsychologen und Hirnforscher in das menschliche Bewusstsein vor. Ihr Fazit: Ein "Ich" zu haben, ermöglicht es dem Menschen, flexibel und kontrolliert zu agieren
Die grauen Zellen bringen unsere geistigen Leistungen hervor. Sollte man dann nicht an Eigenarten des Gehirns individuelle Züge wie Impulsivität oder Intelligenz ablesen können? So weit sind Forscher noch nicht. Doch schon heute zeichnet sich ein Bild des "charakterbildenden" Wechselspiels von Genen, Gehirn und Umwelt ab
Die Diagnose Krebs hat nichts von ihrem Schrecken verloren. Wie bewältigen Tumorpatienten ihr schweres Schicksal? Kann die Psyche Ausbruch und Verlauf der Krankheit beeinflussen? Wirkt sie sich gar auf die Lebenserwartung der Betroffenen aus? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Kölner Psychoonkologe Volker Tschuschke
2004 wurde bei Petra Bugar Darmkrebs im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert. Nach sofortiger Operation folgten diverse Chemotherapien - doch der Tumor kam wieder. Heute berichtet die 53-Jährige, wie sie gelernt hat, sich trotz ihrer unheilbaren Erkrankung die Freude am Leben zu bewahren
Vor mehr als 2000 Jahren begründete Herophil von Chalcedon die Humananatomie - die Lehre vom Aufbau des menschlichen Körpers. Er beschrieb als Erster die Teile unseres Gehirns, die Hirnnerven sowie die Netzhaut des Auges. Doch seine Methoden waren nicht gerade zimperlich
Wie die berühmte Hermann-Gitter-Illusion zu Stande kommt, galt längst als geklärt. Doch 2004 brachte ein einziges Bild die Lehrbuchweisheit zu Fall. Bis heute stehen Wahrnehmungsforscher vor einem Rätsel, konstatiert der Psychologe Rainer Rosenzweig
Zwei Hirnhälften sitzen in unserem Kopf. Von unseren Hormonen hängt ab, ob wir beide Hemisphären zu gleichen Teilen oder eher einseitig nutzen, entdeckten die Biopsychologen Markus Hausmann und Ulrike Bayer von der Durham University